Montag, 15 April 2024 16:51

Die Entwicklung und Herausforderungen der Art Düsseldorf

Düsseldorf Düsseldorf fot: pixabay

Die Kunstwelt ist ein dynamisches Feld, das sich ständig weiterentwickelt und neue Plattformen für Künstler und Sammler bietet. Eine dieser Plattformen ist die Art Düsseldorf, die trotz eines schwierigen Starts im Jahr 2019 nun einen festen Platz im internationalen Kunstkalender zu finden scheint. Gelegen im Areal Böhler, bietet diese Messe nicht nur durch ihre einzigartige Lage, sondern auch durch das natürliche Licht, das durch die großen Fenster der Industriehallen strömt, einen bedeutenden Vorteil.

Standortvorteil und neue Teilnehmer

Die Art Düsseldorf genießt dank ihrer Lage im Areal Böhler einen Standortvorteil, der sie von anderen Kunstmessen unterscheidet. Dieser Ort, bekannt für seine großzügigen und lichtdurchfluteten Hallen, ist ideal für die Präsentation von Kunstwerken, die unter natürlichem Licht betrachtet werden können. Dies ist besonders wichtig, da Kunstlicht die Augen schneller ermüdet, was bei langen Betrachtungen von Kunstwerken ein Nachteil sein kann. In diesem Jahr hat die Messe eine beeindruckende Liste von 105 Galerien zu bieten, darunter 34 neue Teilnehmer wie Meyer Riegger, Kewenig und Dirimart. Diese Galerien bringen frische Perspektiven und Werke aus verschiedenen Teilen der Welt, was die Messe noch internationaler und vielfältiger macht.

Herausforderungen und internationale Konkurrenz

Trotz ihres attraktiven Standorts und der zunehmenden Beliebtheit steht die Art Düsseldorf vor zahlreichen Herausforderungen. Die größte davon ist die Konkurrenz durch andere bedeutende Kunstereignisse, die zur gleichen Zeit stattfinden, wie die Miart in Mailand und die bevorstehende Biennale in Venedig. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob das Rheinland eine zweite große Kunstmesse neben der Art Cologne benötigt.

Künstler im Rampenlicht - Rindon Johnson

Ein Highlight der diesjährigen Messe ist der Künstler Rindon Johnson, dessen Werke auch bei der kommenden Biennale unter der Leitung von Adriano Pedrosa gezeigt werden. Johnson, ein in Berlin lebender amerikanischer Künstler, setzt sich in seinen Arbeiten mit Themen wie Kolonialisierung, Technologie und Sprache auseinander. Sein beeindruckendes Werk auf der Art Düsseldorf, das durch seinen langen Titel auffällt, zeigt die Vielfältigkeit und Tiefe seines künstlerischen Schaffens.

Die Art Düsseldorf hat sich erfolgreich als bedeutende Kunstmesse im internationalen Kalender etabliert, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und der starken Konkurrenz. Mit ihrem einzigartigen Standort und der wachsenden Liste von internationalen Galerien und Künstlern ist sie gut positioniert, um weiterhin ein wichtiger Treffpunkt für Kunstliebhaber und Sammler zu sein. Die Messe zeigt, dass das Rheinland durchaus Raum für mehr als eine große Kunstveranstaltung bietet und dass die Art Düsseldorf eine bereichernde Ergänzung zur kulturellen Landschaft der Region darstellt.

Quelle: welt.de