Dienstag, 19 August 2025 13:39

Sommer in Düsseldorf zieht Massen in die Freibäder

Volle Becken an heißen Sommertagen in Düsseldorf Volle Becken an heißen Sommertagen in Düsseldorf Pixabay/Foto illustrativ

Die diesjährige Badesaison in Düsseldorf entwickelt sich deutlich besser als im Vorjahr. Trotz wechselhaften Wetters im Juli sorgten mehrere heiße Tage für einen starken Zustrom in die städtischen Freibäder. Von Mai bis zum 15. August stieg die Zahl der Besucher im Vergleich zu 2023 um 25 Prozent.

Inhaltsverzeichnis:

Besucherrekord in Lörick und Flingern

Bis Ende Juli zählten die vier größten Freibäder Lörick, Flingern, Benrath und Stockum rund 180.000 Gäste. Der stärkste Tag war der 22. Juni mit 16.066 Besuchern. Im Allwetterbad Flingern wurde am 2. Juli der Höchstwert mit 4882 Gästen erreicht.

Im August verstärkte sich der Andrang. Allein bis Mitte des Monats kamen 45.500 Menschen. Damit liegt die Gesamtzahl aktuell bei 225.500. Besonders gefragt ist das modernisierte Allwetterbad Flingern. Mit 77.500 Besuchern bis Mitte August liegt es knapp vor dem Bad in Lörick mit 73.000 Gästen. Deutlich dahinter folgen Benrath mit 37.000 und das Rheinbad mit 38.000.

Eine Übersicht der Steigerungen:

  1. Allwetterbad Flingern: +29 %
  2. Lörick: +25 %
  3. Benrath: +22 %
  4. Rheinbad: +19 %

Online-Tickets mit großem Vorteil

Immer mehr Düsseldorfer nutzen den digitalen Vorverkauf. Laut Pressesprecher Marcus Werner kaufen bis zu 80 Prozent der Besucher ihre Karten online, in Spitzenzeiten sogar 95 Prozent.

Die wichtigsten Vorteile:

  • 25 % günstigerer Basispreis im Internet
  • zusätzliche 15 % Ersparnis mit Bäderkarte
  • direkter Zugang über die „Fast Lane“ ohne Anstehen
  • klare Auslastungsanzeige über Homepage, Social-Media und digitale Infoscreens

Die Bädergesellschaft weist regelmäßig auf mögliche Kapazitätsengpässe hin. Ein grüner Punkt bedeutet freie Kapazitäten, ein gelber Punkt weist auf hohe Auslastung hin.

Schwache Saison am Unterbacher See

Nicht überall läuft es positiv. Geschäftsführer Peter von Rappard meldete für den Unterbacher See bis Ende Juli nur 60.000 Besucher. Im Vorjahr waren es 87.000, im Durchschnitt werden jedoch 160.000 erwartet. 2018 waren es sogar 200.000.

Das warme Wetter im August brachte eine leichte Wende. Mittlerweile liegt die Zahl bei 78.000. Von Rappard hofft auf einen starken Rest-Sommer und rechnet mit einem besseren Ergebnis als 2023.

Schwankungen im Freibad Kaiserswerth

Das vom Verein „Flossen weg“ betriebene Freibad in Kaiserswerth erlebte eine Saison voller Höhen und Tiefen. Am 1. Mai kamen 1640 Gäste – der stärkste Tag der Saison. Am 8. Juni dagegen wurden nur 83 Besucher gezählt.

Badleiterin Kerstin Kürten berichtete, dass seit dem 27. April bis Ende Juli bereits 43.800 Besucher kamen. Das Ziel ist, das Vorjahresergebnis von knapp 60.000 Gästen wieder zu erreichen. Besonders wichtig sind für den Verein Schwimmkurse, Saisonfeste und die Beiträge der rund 3000 Mitglieder.

Ausblick auf den Spätsommer

Die Freibadsaison dauert noch bis Mitte September. Die Bädergesellschaft sieht eine stabile Entwicklung und rechnet mit weiterem Zuwachs. Vor allem die heißen Tage im August zeigen, dass das Interesse am Schwimmen ungebrochen ist.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Während die städtischen Freibäder bereits Rekorde vermelden, hängt vieles am Wetter für Einrichtungen wie den Unterbacher See oder das Freibad in Kaiserswerth. Klar ist schon jetzt: Düsseldorf erlebt 2024 eine deutlich bessere Saison als im Vorjahr.

Quelle: RHEINISCHE POST, www.globewings.net/de