Dienstag, 12 August 2025 14:54

Prozess um Messerangriff in Solingen geht weiter

Gedenken an Opfer des Anschlags in Solingen Gedenken an Opfer des Anschlags in Solingen Foto: pixabay

Knapp ein Jahr nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff mit einem Messer in Solingen wird der Strafprozess gegen den Syrer Issa al Hassan fortgesetzt. Der Angeklagte steht unter Verdacht, drei Menschen getötet und zehn weitere schwer verletzt zu haben. Am Dienstag, dem 12. August 2025, werden vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf weitere Zeugen gehört. Darunter befindet sich auch ein Mann, dessen Ehefrau bei der Tat ums Leben kam.

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Befragung von Überlebenden im Gerichtssaal

Am 23. August 2024 kam es während eines Konzerts im Rahmen des Stadtfestes in Solingen zu einem Angriff vor einer Bühne. Drei Menschen starben, zahlreiche erlitten Verletzungen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Angeklagten dreifachen Mord und zehnfachen versuchten Mord vor. Außerdem soll er Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat sein. Der IS hatte den Anschlag für sich beansprucht.

Bereits Ende Mai hatte al Hassan über seine Anwälte erklären lassen, dass er die Tat verübt habe. Zum Vorwurf der IS-Mitgliedschaft äußert er sich nicht. Anfang Juni sagten mehrere Überlebende aus, die bis heute unter körperlichen und psychischen Folgen leiden.

Hintergrund zu Issa al Hassan

  • Angeklagter: Issa al Hassan, 27 Jahre alt, syrischer Staatsbürger
  • Tatort: Fronhof in Solingen während eines Stadtfest-Konzerts
  • Datum des Anschlags: 23. August 2024
  • Opfer: 3 Tote, darunter eine 56-jährige Frau, Ehefrau eines Nebenklägers
  • Verletzte: Mehr als 10 Personen

Der Angeklagte soll gezielt vor der Bühne auf Besucher eingestochen haben. Die Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Terroranschlag aus.

Geplantes Gedenken in Solingen

Die Stadt Solingen wird am 23. August 2025 an die Opfer erinnern. Ministerpräsident Hendrik Wüst wird an der Zeremonie teilnehmen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kirchenkreis statt. Ort des Gedenkens ist der Fronhof, genau dort, wo sich der Angriff ereignet hatte.

Geplant sind stille Momente, Kranzniederlegungen und Ansprachen. Das Ziel ist es, den Opfern Respekt zu erweisen und das Geschehen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Quelle: nrz.de, www.extratimeout.com/de