Inhaltsverzeichnis:
- Feuerwerkskörper trafen Zuschauer auf der Kniebrücke
- Diskussion über die Zukunft des Kirmes-Feuerwerks
- Bundesweite Aufmerksamkeit und Reaktionen
- Ursache des Unglücks nach Untersuchungen
- Offene Fragen für die Zukunft
Feuerwerkskörper trafen Zuschauer auf der Kniebrücke
Um 22.45 Uhr startete das traditionelle Abschlussfeuerwerk. Statt in die Luft stiegen zwei Raketen seitlich über die Rheinwiesen und trafen Menschen, die auf der Brücke standen. Ein Feuerwerkskörper schlug tatsächlich in die Zuschauermenge ein. Sanitäter und Notärzte mussten zahlreiche Verletzte sofort versorgen. Einige wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender der veranstaltenden St. Sebastianus-Schützen, sprach nach dem Vorfall von tiefer Bestürzung. Für ihn und die Mitglieder seines Vereins stand unmittelbar danach fest, die Zukunft des Feuerwerks grundlegend zu überdenken.
Diskussion über die Zukunft des Kirmes-Feuerwerks
Nach dem Unglück entbrannte eine breite Diskussion. Besonders in sozialen Netzwerken forderten viele Nutzer die Abschaffung des traditionellen Pyro-Feuerwerks. Laut einem Bericht des WDR will der Vorstand der Sebastianus-Schützen nun die Mitglieder befragen. Eine Entscheidung noch in diesem Jahr ist ausgeschlossen, betonte Stieber.
Mehrere Punkte stehen dabei im Mittelpunkt:
- Sicherheit der Besucher
- Emissionen und Umweltbelastung
- Attraktivität im Vergleich zu anderen Events, wie dem Feuerwerk beim Japan-Tag
- Alternativen wie Drohnen-Shows
Einige Kritiker hatten bereits vor dem Unglück auf die Belastungen durch Pyrotechnik hingewiesen. Befürworter sehen dagegen in dem Feuerwerk eine jahrzehntelange Tradition, die viele Menschen mit der Rheinkirmes verbinden.
Bundesweite Aufmerksamkeit und Reaktionen
Das Ereignis machte bundesweit Schlagzeilen. Ein Gottesdienst für die Verletzten wurde abgehalten und sogar in den Tagesthemen gezeigt. Überregional wurde diskutiert, ob Pyro-Feuerwerke auf Volksfesten noch zeitgemäß seien.
Schon im Sommer 2025 testete man erstmals eine Drohnen-Show als Alternative. Doch die Resonanz war gemischt. Viele Besucher bezeichneten die Darbietung als weniger spektakulär und nicht gleichwertig zum Feuerwerk.
Ursache des Unglücks nach Untersuchungen
Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärte nach mehreren Prüfungen, dass es bei den Vorbereitungen keine Beanstandungen gegeben habe. Untersuchungen ergaben Hinweise auf einen sogenannten Rohrkrepierer. Dabei explodierte offenbar eine Kugelbombe in einem Abschussrohr. Durch die Explosion wurden weitere Rohre verschoben, sodass Raketen nicht nach oben, sondern seitlich abgeschossen wurden.
Damit gilt ein technischer Defekt als wahrscheinlichste Ursache. Weitere Untersuchungen laufen, Ergebnisse stehen noch aus.
Offene Fragen für die Zukunft
Die Schützen planen eine breite Befragung ihrer Mitglieder. Stieber betont, dass es in diesem Jahr keine endgültige Entscheidung geben wird. Offen bleibt, ob künftig wieder ein klassisches Feuerwerk stattfinden soll oder ob Alternativen wie Drohnenshows dauerhaft eingeführt werden.
Fest steht jedoch: Das Unglück vom 18. Juli 2025 hat die Zukunft des Düsseldorfer Kirmes-Feuerwerks stark ins Wanken gebracht.
Quelle: nrz.de, YouTube, WELT, webrivaig.com/de