Donnerstag, 14 August 2025 14:38

Aus für Schlaganfallzentrum am LVR-Klinikum rückt näher

Erweiterte Schlaganfallversorgung in Düsseldorf Erweiterte Schlaganfallversorgung in Düsseldorf pixabay/Foto illustrativ

Das Düsseldorfer Schlaganfall-Versorgungsnetz steht vor Veränderungen. Ende 2025 läuft der Versorgungsauftrag für die Stroke-Unit am LVR-Klinikum aus. Mehrere Kliniken planen Maßnahmen, um die medizinische Betreuung sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis:

Sana-Kliniken Düsseldorf wollen übernehmen

Die Sana-Kliniken Düsseldorf prüfen die Übernahme der Schlaganfallversorgung vom LVR-Klinikum. Laut Unternehmenssprecherin befindet man sich noch in der Bewerbungsphase. Die Entscheidung liege beim nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium. Geschäftsführer Michael Weckmann zeigte sich optimistisch. Geplant ist, die Versorgungseinheit in den Standort Gerresheim zu integrieren.

Hintergrund: Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zur bisherigen LVR-Klinik. Eine zeitnahe Entscheidung gilt als wahrscheinlich, da der bestehende Auftrag Ende 2025 endet.

Erweiterung im Marien Hospital Düsseldorf

Der Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) hat bereits reagiert. Die Stroke-Unit im Marien Hospital wurde von 9 auf 14 Betten ausgebaut. Zusätzlich wurde die neurologische Akutversorgung gestärkt.

Prof. Dr. Sebastian Jander, Chefarzt der Klinik für Neurologie, nennt steigende Schlaganfallzahlen als Hauptgrund. Das Krankenhaus reagiert damit auch auf die neue Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen.

Neue Angebote für Patienten

Am Marien Hospital wird künftig eine 24-Stunden-Betreuung durch spezialisierte Teams angeboten. Eine neue Sektion für Neuroradiologie soll bald eröffnet werden. Dort wird Fachwissen gebündelt, um Diagnosen und Therapien zu verbessern.

  • kontinuierliche Notfallversorgung
  • spezialisierte Schlaganfalltherapien
  • modernste neuroradiologische Verfahren

Situation im Düsseldorfer Osten

Ob und wie sich die Übernahmepläne der Sana-Kliniken auf die Versorgung im Düsseldorfer Osten auswirken, ist derzeit offen. Klar ist jedoch, dass mit der Schließung der LVR-Stroke-Unit eine Lücke entstehen könnte. Mehrere Kliniken arbeiten daran, diese rechtzeitig zu schließen.

Quelle: nrz.de, www.welt.sn2world.com